Found during countless walks in nature, “seins of lifeL” brings together portraits of weathered branches, stalks, and strands. Random finds, arranged without connection, linked purely by their unique aesthetics. Piece by piece, they document the cycles of decay and growth that have been interrupted by their photographing, their photographic extraction. Exhibited in their scatteredness, branded as leftovers. It is an autopsying, isolating gaze that underlies these images. Suddenly, the dusty brown of the found objects reveals a vision of a drained, visible eye, a planet rendered uninhabitable. The separateness of the motifs evokes a feeling of apocalyptic loneliness. Their porous surface structure reveals the devastating consequences of resource conflicts that are already flaring up. The images in “Skeins of Broken Life” celebrate the delicate grace of the withered. At the same time, the appearance of their objects exposes the demise of the living, the alienation of humans from their home planet, the drying up of community spirit at a time when cooperation is urgently needed. The series conveys this sense of lifelessness with unsettling gentleness. As if it were a collection of memento mori, the severed fibers of the network called Earth.
Gefunden während unzähliger Spaziergänge in der Natur, werden in „seins of lifeL“ Porträts von verwitterten Ästen, Halmen und Strähnen versammelt. Zufällige Funde, gereiht ohne Bindung, verknüpft rein durch ihre einzigartige Ästhetik. Stück für Stück dokumentieren sie die Zyklen aus Verwesung und Wachstum, die durch ihre Ablichtung, ihre fotografische Extraktion unterbrochen wurden. Ausgestellt in ihrer Spreuigkeit, gebrandmarkt als übrig Gebliebenes. Es ist ein obduzierender, ein vereinzelnder Blick, der diesen Bildern zugrunde liegt. Plötzlich entfaltet sie sich am staubigen Braun der Fundstücke, die Vision eines trocken gelegten, sehenden Auges unbewohnbar gemachten Planeten. Steigt an der Getrenntheit der Motive das Gefühl endzeitlicher Einsamkeit empor. Offenbart deren poröse Oberflächenstruktur die verwüstende Konsequenz jetzt schon entflammender Ressourcenkonflikte. Die Bilder von „Skeins of Broken Life“ zelebrieren die feingliedrige Grazie des Verdorrten. Gleichzeitig entlarven sie an der Erscheinung ihrer Objekte den Abbruch des Lebendigen, die Entfremdung des Menschen von seinem Heimatplaneten, das Versiegen des Gemeinschaftlichen im Moment dringend benötigter Zusammenarbeit. Diese Ahnung des leblos Gewordenen vermittelt die Serie mit irritierender Sanftmut. Als bilde sie ein Konvolut des Memento mori, der gekappten Fasern des Netzwerks, das Erde heißt.









